Für Elke.
Im Internet finden sich
Dutzende von Rezepten für
Holunderblütensirup. Warum hier auf meiner Website
noch eins?
Okay - erstens, weil mich Elke hartnäckig darum
gebeten hat und dies nun quasi ein im Internet veröffentliches Geburtstagsgeschenk ist.
Und zweitens, weil der Holunderblütensirup aus meiner Bastelküche meines Erachtens nicht nur besser
schmeckt als jeder andere, den ich je probiert habe, sondern auch unter
ökologisch-physiologisch-biologisch-chemisch-medizinisch-physikalisch-technischen Aspekten
(ich bin halt doch ein Ingenieur)
der beste ist :-)
Erklärungen dazu weiter unten.
Hier zunächst das Rezept :
Zutaten:
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Die
Blütendolden nicht waschen, sondern nur
ausschütteln, von Insekten befreien und in einen
großen Topf oder anderes Gefäß mit Deckel geben. Wenn man in einen
weißen Eimer sammelt, springen lichtliebende Insekten, die eventuell
noch in den Dolden stecken, gern an den Eimerrand und lassen sich so leichter vertreiben. Wasser und Zitronensaft (oder gelöste Zitronensäure) im Verhältnis 800 ml zu 200 ml drüber geben; so lange, bis die Blüten zu 80% bedeckt sind. Wenn man kristalline Zitronensäure nimmt, sind es pro l Wasser 15 g Zitronensäure. Falls noch Blüten aus der Flüssigkeit ragen, z.B. mit einem Teller döppen. 1 Tag zugedeckt im Keller stehen lassen. Am nächsten Tag 1.2 kg Zucker und 10g Vitamin C pro l Flüssigkeit dazugeben. An diesem Tag mehrmals, danach täglich 1 Mal umrühren.Weitere 2-6 Tage zugedeckt im Keller stehen lassen. Jetzt den fast fertigen Sirup filtrieren (zum Beispiel durch ein sauberes Leintuch). In saubere Flaschen so abfüllen, dass noch 1cm Luft bis zum Verschluss ist. Diesen letzten Freiraum mit Alkohol (zum Beispiel mit einer Spritze ohne Nadel) vorsichtig und großzügig auffüllen, so dass er beim Verschließen rausspritzt. (Brille tragen!) Stehend im Keller lagern und nicht schütteln. Dann hält sich mindestens bis zur nächsten Holunderblüten-Ernte. Flasche nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren. Getränk: Sirup im Verhältnis von ca. 1:10 mit Wasser auffüllen. Die im Sirup enthaltenen Pollen bilden eventuell eine flockige Wolke. Das ist kein Zeichen von Verderb. Schimmel (der sich frühestens nach einem Jahr bilden würde) zieht Schlieren. Wenn man sich unsicher ist, ob der Sirup, den man gerade öffnen will, nicht doch schlecht geworden sein könnte, folgender Test: Flasche ein Bisschen schütteln (den ersten Schluck eventuell vorher wegkippen). Pollen verteilen sich wieder und sorgen für eine milchige Farbe. Schimmel bleibt schlierig. Außerdem entwickelt er einen säuerlich-gärigen Geschmack. . |