Für die meisten Menschen bedeutet ein Grillfest nur eins: Fleisch auf den Grill. Persönlich finde ich aber, dass es nur ein wenig Phantasie braucht, um auch vegetarisch zu grillen; lecker und gesund. Daher hier mein
Vorschläge für vegetarisches GrillenMeine nachstehenden Empfehlungen haben gemeinsam, dass sie ähnlich wenig Aufwand verursachen wie das Fleisch-Grillen: minimale Vorbereitung, drauflegen, genießen. Kulinarische Akzente lassen sich bei allem durch Zugabe von Kräutern, Pesto oder Knoblauch setzen – ganz nach Gusto. Im Folgenden findet man also Anregungen für Kartoffeln, Gemüse, Tofu, Bratlinge, Käse, Brot und Fingerfood sowie Rezepte für Marinaden und Grillgemüse mit Schafskäse. Im Internet findet man zahlreiche weitere konkrete Rezepte. |
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Der (wohl auch nicht-Vegetariern
bekannte) Klassiker ist:
(Folien-)Kartoffeln - eventuell auch mit Kräuterfüllung
oder zusammen mit
einer
Kräuter-/Zwiebel-/Knoblauch-Margarine/-Butter.
Wenn man die Kartoffeln vorher kocht,
brauchen sie
auf dem Grill bzw. in der Folie in der Glut nicht mehr so lange. Wenn nicht, empfiehlt es sich,
sie zu halbieren und vielleicht ab und zu mit (Rosmarin-)Öl
einzupinseln.
Grundsätzlich kann man fast jedes Gemüse in die passende Größe schneiden und auf den Grill legen. (mit Alufolie oder einfach so; auf Spieße oder einfach so; mariniert, mit Öl eingepinselt oder einfach so) Wenn man den Rost mit Öl einpinselt, muss man ihn nicht mehr abschrubben – darum beneiden uns die Fleischesser ;-)
Zucchini, Auberginen, Blumenkohl, Broccoli, Paprika, Gemüsebananen, Süßkartoffeln, Maiskolben (vorkochen), Spargel, Kürbis,Tomaten, Chicoree, Pilze (zum Beispiel Champignons, Austern- oder Shiitakepilze) oder Zwiebeln (Gemüsezwiebeln klassisch schälen, eventuell vierteln, auf den Grill; scharfe Zwiebeln ungeschält in die Glut, nachher die verbrannten Schichten abnehmen)
Tomaten-Spezialität 1: oberstes Fünftel abschneiden, Pesto und Parmesan drauf, in Alufolie.
Tomaten-Spezialität 2: Tomaten halbieren, in die Mitte scharfes Knoblauch-Pfeffer-Öl, Kräuter und Knoblauchstückchen. Hälften wieder aufeinanderlegen, in Alu-Papier wickeln und auf den Grill.
Pilze-Spezialität 1: Champignons (am besten mariniert) in gewürztem Ei (Salz, Cayennepfeffer, Bohnenkraut) und anschließend in Paniermehl wenden.
Pilze-Spezialität 2: Die Stiele aus den Champignons entfernen und mit Kräuter-Frischkäse (Boursin o.ä.) füllen. In Alufolie einpacken.
Zwiebel-Spezialität: Zwiebeln halbieren oder vierteln je nach Größe, 2-17 Tropfen Öl drauf, etwas Salz Pfeffer und in Alufolie einpacken.
Paprika-Spezialität: Paprika
entkernen und vierteln. Die Viertel auf der Innenseite grillen, dann
umdrehen und ein Stück Käse reinlegen.
Das klassische Vegetarier-Identifizierungs-Objekt ist natürlich Quorn oder Tofu (gibt’s in jedem besser sortierten Supermarkt oder beim Chinesen). Muss man allerdings vorher marinieren:
Frischer Tofu am einfachsten in einer 20-50%igen Sojasauce-Wasser-Mischung
Trockener Tofu und Quorn in einer kräftigen Gemüsebrühe, ev. mit Sojasauce
Geräucherter
Tofu schmeckt gut als
Beigabe zu Gemüse, zum
Beispiel in selbstgemachten Bratlingen, Frühlingsrollen oder Grillgemüse.
Das zweite Vegetarier-Identifizierungs-Objekt sind Getreide- oder Gemüsebratlinge (Alufolie unterlegen.) Gibt’s am einfachsten als fertig-Mischungen (in jedem besser sortierten Supermarkt, manchmal sogar im Aldi oder Lidl.). Man kann sie auch mit einem Brötchen etc. zu einem Burger gestalten
Viele Käsesorten können gut gegrillt werden, zum Beispiel Camembert, Ziegenkäse oder Feta. (Panieren oder Alufolie unterlegen, bzw. – eventuell mit Knoblauch und Kräutern – drin einwickeln.) Es gibt auch speziellen Grill-Käse (in jedem besser sortierten Supermarkt, im Sommer auch im Aldi oder Lidl)
Käse-Spezialität 1: Man kann den Feta auch zuvor zum Beispiel in Olivenöl mit frischem Thymian und rosa Beeren (rotem Pfeffer) einlegen. Das gibt ihm eine delikate Würze.
Käse-Spezialität 2: Käse (z.B. Feta) kann
man in (Fertig-)
Blätterteig
einwickeln und so leckere
Teigtaschen
bereiten. Sie dürfen allerdings
nicht so heiß gegrillt
werden, damit sie nicht anbrennen.
Gegrilltes Brot kommt auch gut an:
Kräuter-/Knoblauch-Baguette (Gibt’s am einfachsten für wenige Cent fertig in jedem Supermarkt) oder
Fladenbrot mit Humus-Tahina-Sauce
Fingerfood aus dem
Supermarkt-Tiefkühler, das normalerweise
für die Zubereitung im Ofen gedacht ist, kann im Allgemeinen auch gut
gegrillt
werden: Samosas,
Chilli-Poppers, Gemüse-Nuggets, Mini-Frühlingsrollen,
Mini-Pizze, Kreta-Sticks, Pastetchen gefüllt mit Spinat,
Tomaten o.ä.
100
ml
Speiseöl (am besten Rapsöl
oder Olivenöl)
50 g Tomatenketchup
1-2 TL Grillkräuter
1 TL
Gemüse Toppers (geht auch ohne)
1 TL
Kräuter-Crispins (geht auch ohne)
nach Belieben Salz und
Pfeffer
4
EL Rotwein
4 EL Olivenöl
2 gepresste Knoblauchzehen
1
TL
Tomatenpüree
½
TL Sambal
Oelek
1
EL
Worcestershiresauce
Oregano, Thymian, gehackt
Lorbeer (ganz; ziehen lassen)
1
EL Essig
4 EL Speiseöl (am besten Rapsöl oder
Olivenöl)
1 Schalotte, gehackt
2 Chili, entkernt,gehackt
1 EL Sojasauce
½
TL Curry
½
TL
Senfsamen
10
Pfefferkörner, zerstoßen
Und doch noch ein konkretes Rezept:
1
Aubergine
1-2
Zucchini
1
Gurke
2
Paprika
1
Feta-Käse
Olivenöl
1-2 gekochte Kartoffeln (geht auch
ohne)
1-9 Knoblauchzehen
Feta und Gemüse in Würfel schneiden,
mit etwas Olivenöl und
den gepressten oder zerhackten Knoblauchzehen in eine Schüssel geben.
Nach
Belieben mit den Standards würzen. Dann kräftig umrühren und eine
Stunde
ziehen
lassen.